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LF 20 / 16
Mit der Indienststellung
dieses Fahrzeugs kann die Feuerwehr Altforweiler ein Stück mehr
an Sicherheit und Hilfe für unseren Ortsteil garantieren. Im Mai
1988 wurde unser derzeitiges Fahrzeug, ein LF8 mit Beladung zur
technischen Hilfeleistung, in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug war
für Löscharbeiten und einfache technische Hilfeleistungen
im ländlichen Bereich konzipiert. Durch die Ausstattung mit
hydraulischer Schere und Spreizer konnte z. B. auch Hilfe bei
Verkehrsunfällen geleistet werden.
Seit der Planung für
das alte Fahrzeug hat sich viel in Altforweiler geändert: Das
Industriegebiet Häsfeld durchlief in den letzten Jahren eine
rasante Entwicklung, die noch immer im Gange ist. Die Bundesstraße
B269 ist im Bau. Altforweiler ist zurzeit der 2. stärkste
Ortsteil der Gemeinde nach Überherrn. Die Aufstockung der
Wohnhäuser „Auf der Retz 4 und 6“ (ehem. Kolpinghaus) machte
die Vorhaltung einer 3-teiligen Schiebleiter notwendig. Die enormen
Brandlasten in den Gebäuden und Hallen des Industriegebietes
erfordern zur Brandbekämpfung bestimmte Wassermengen pro Minute,
die mit den vorhandenen Feuerwehrpumpen sicherzustellen sind.
Gleichzeitig erhöhten sich die Einsatzzahlen des Löschbezirks
von etwa 15 pro Jahr auf derzeit über 40 im Jahr 2006. Diese
Erhöhung ist im Allgemeinen auf die erhöhte Verkehrsdichte,
insbesondere bei Lkw, und die Neuansiedlung von Betrieben im
Industriegebiet zurückzuführen. Parallel dazu gab es auch
eine Änderung in der Verfügbarkeit der Angehörigen der
freiwilligen Feuerwehr. Der Anteil der Schichtarbeiter sank durch den
Stellenabbau im Montan-Bereich signifikant. Auch deshalb stehen in
keinem Löschbezirk der Gemeinde Überherrn zu jeder Zeit
genügend Feuerwehrfrauen und –Männer zur Verfügung,
um alle Fahrzeuge komplett zu besetzten.
Dieser bundesweiten
Entwicklung trug man mit Änderungen in der Normung von
Feuerwehrfahrzeugen Rechnung. So sind alle Feuerwehrfahrzeuge für
den Ersteinsatz mit einem Wassertank ausgerüstet, um bei
Brandeinsätzen direkt mit der Menschenrettung oder
Brandbekämpfung beginnen zu können, ohne dass zuerst die
Wasserversorgung vom Hydranten erfolgen muss. Altforweiler ist der
letzte Standort der Gemeinde Überherrn, der mit einem Fahrzeug
mit Wassertank ausgestattet wird. All dies führte in der Planung
zu einem Fahrzeug mit folgenden Eckdaten:
Kabine für eine
Gruppe (9 Personen)
Wassertank mit
mindestens 1000 l Wasser
Übernahme der
vorhandenen Beladung inkl. Technischer Hilfeleistung
3-teilige
Schiebleiter
4-teilige
Steckleiter
Technische Daten des
LF 20/16:
Fahrgestell:
Mercedes Benz Atego 1428
14500 kg zul.
Gesamtgewicht, 279 PS, Allradantrieb, Differentialsperrren, Baujahr
2006
Aufbau:
Firma Rosenbauer Luckenwald LF20/16 ES
9 Sitzplätze, 2000 l
Wassertank, Pumpe FP20/10 mit einer Leistung von 2000 l/min bei
einem Druck von 10 bar, Lichtmast 2x 1000 Watt, Umfeldbeleuchtung,
Heckwarnanlage, Dachkasten
Ausrüstung:
Verkehrsicherungshaspel, Schlauchhaspel mit Schlauchtragekörben,
3-teilige Schiebleiter, 4-teilige Steckleiter, 120 l Schaummittel,
180m C-Rollschlauch (42 mm), 300 m B-Rollschlauch (75 mm), 4
A–Saugschläuche (1,60 m), Schnellangriff 50 m, Stromerzeuger 5
kVA, Hydraulikaggregat, Schere S 180, Spreizer SP 45, Greifzug 1,5t,
Unterbaumaterial, Motorsäge, Werkzeugkasten,
Elektro-Werkzeugkasten, Trennschleifer, 4 Atemschutzgeräte,
Verkehrsleitkegel, usw.
Funkrufname:
Florian Überherrrn 4/43

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Publiziert am: Mittwoch, 10. Januar 2007 (18898 mal gelesen)
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