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Chronik Gründung Altforweiler
war in früheren Zeiten immer eine von der Landwirtschaft
geprägte Gemeinde. Von daher war die Feuergefahr stets sehr
groß. Bei einem ausbrechenden Feuer brannten oft ganze
Häuserreihen ab. Die Dorfbewohner bekämpften das Feuer,
indem sie mit Eimern, die von Hand zu Hand gingen, Wasser aus der
nächsten Wasserstelle (Brunnen oder Bach) heranschafften und in
die Flammen schütteten. Sehr oft konnten sie aber mit dieser
einfachen Methode der Brandbekämpfung keinen Löscherfolg
erreichen und sie mussten hilflos zusehen, wie ihr ganzes Hab und Gut
den Flammen zum Opfer fiel.
Um
eine bessere Brandbekämpfung zu gewährleisten, entschloss
sich die Gemeinde Altforweiler schon 1897 das in Berus Sand stehende
Spritzenhaus (zwischen dem heutigen Schneehof und Reichshof) incl.
„Feuerspritze“ für 500 Mark von der Bürgermeisterei
Berus zu kaufen. Da in Altforweiler noch keine Feuerwehr bestand,
übernahm der Lehrer Jakob Jung die Wartung der „Spritze“.
Aber kaum jemand verstand etwas von dieser „modernen Technik“.
Daher war es für die Leute sehr schwer, im Bedarfsfall diese
Pumpe zu bedienen. Man brauchte unbedingt ausgebildete Leute, die
fachmännisch damit umgehen konnten. Deshalb wurde die Gründung
einer Feuerwehr ernsthaft in Erwägung gezogen.
Am
12. März 1903 war es dann endlich soweit. Auf Betreiben des
Lehrers Jakob Jung trafen sich 15 beherzte Männer im Gasthaus
Rupp, und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Altforweiler.
Die
Gründer der Wehr waren: Jakob Jung - Franz Kaas - Peter Stein -
Alex Weyand - Philipp Zöllner - Johann Rousselange - Peter
Bellion - Johann Nenno - Nikolaus Kissel - Friedrich Kissel - Peter
Schwarz - Baltasar Frey - Jakob Schneider - Franz Haas und Mathias
Rupp (Vereinswirt). In den folgenden Tagen erhöhte sich die
Mannschaftsstärke auf 33 Mann. Zum ersten Brandmeister wählte
man Franz Kaas. Jakob Jung wurde zum Oberbrandmeister ernannt.
Die
Gemeinde Altforweiler stellte der Wehr 390 Mark für die
Anschaffung von Uniformen, einer neuen „Feuerspritze“ (die
vorhandene Spritze war wegen der unsachgemäßen Behandlung
unbrauchbar geworden), sowie Schläuchen, einer Zugleiter und vor
allem vieler Wassereimer (Segeltucheimer) zur Verfügung. Die
„Feuerspritze“ war eine handbetriebene Kolbenpumpe, die auf einem
von zwei Pferden gezogenen Wagen montiert war. Zum Antrieb und
zur Bedienung dieser Pumpe wurden 8 Mann benötigt.
Von
April bis August wurde fleißig geübt, um bei einem Brand
das Feuer auch wirksam bekämpfen zu können. Im August
1903 geriet das Anwesen des Ackerers Balthasar Nikola in Brand. Bei
diesem ersten aktiven Einsatz der Wehr zeigte es sich, dass die
Bemühungen der Gemeinde sowie von Lehrer Jung, eine ausgebildete
Feuerwehr ins Leben zu rufen, nicht umsonst gewesen waren. Drei
Stunden kämpften die Wehrmänner gegen das Feuer an, bis es
gelöscht war. Das Anwesen wurde zwar ein Opfer der Flammen, aber
das Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser konnte
dank der noch jungen Wehr verhindert werden.

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Publiziert am: Mittwoch, 17. Januar 2007 (2692 mal gelesen)
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